Verbandsliga Männer

OHC Bernstadt – TSV 1862 Radeburg 39:28 (19:15)

Wenn man ein Spiel zu Hause in gut gefüllter Halle mit 11 Toren gewinnt, sollte es doch nur strahlende Gesichter bei den Gastgebern geben. Die gab es nicht und Trainer Torsten Katzer benutze zweimal das schmutzige Wort für „Stoffwechselendprodukt“. Ich kann ihm da bedingt Recht geben. Ich muss natürlich in den Raum stellen, was wir denn für Ansprüche haben. Und vor allem dann wieder runter kommen. Wir haben die Rückrunde mit 5:1 Punkten gestartet, sind auf Tabellenplatz 3 und haben mit dieser Leistung dennoch „Luft nach oben“. Momentaufnahme. Mit Radeburg verbindet man zwei Namen: Heinrich Zille und Paul Tiedemann. Meisterzeichner des Berliner Milieus und Weltmeister als Spieler (1963) und Trainer des Olympiasiegers DDR 1980 im Handball. Für unseren Ernst „Gustl“ Zwahr der beste deutsche Handballer aller Zeiten. „Rabu“ gegen „Erdachse“. Die Gäste, Vizemeister des letzten Jahres mit nur einem Punkt Rückstand auf Radebeul, müssen sich enorm strecken, damit sie nicht ganz unten bleiben.

Unter der Woche (was für ein neuartiges Deutsch) wurden mit Kevin Adler und Eduard Marschke zwei Jungs aus unserem eigenen Nachwuchs 17 Jahre jung. Durften beide auch in der 2.Männer kurz ran. Und Kevin sogar in der 1. Männer. Später mehr. Erst mal beginnen. 3:0 nach zweieinhalb Minuten. Der OHC dreht sofort auf und findet die Lücken für den Abschluss. Luis, Tony und Curd. Ja, Luis ist auch heute nicht zu halten und macht beim 5:2 schon seine dritte Bude. Der kranken Mutti wird das bei der Genesung helfen. Und weiter mit Hannes, Patrick und Curd. Noch nicht mal 10 Minuten und der OHC führt mit 8:3. Die Abwehr steht. Zwei Treffer von Georg werden zurückgepfiffen. Ab da saugt sie sich fest: die „Krake im Kopf“. Gestatten: „Emilia Lässig“ „Nimmst du ihn, ich hab ihn sicher“. Wir saugen uns fest auf ein unkonzentriertes, laufarmes und emotionsloses Spiel fest. Für eine lange Zeit der Partie. Wir kommen einfach nicht weg. Im Gegenteil. 10:7. Selbst die Arrivierten (Böhm) bekommen das Runde nicht ins Eckige. Tony schon, aber Hannes kassiert die nächsten 2 Minuten. Haben wir Hilfekurs geübt? Luis erkennt die Gefahr. Gleich zweimal übernimmt unsere Nummer 27 die Verantwortung > und trifft. Patrick kontert zum 14:9. Es kommt aber keine grundlegende Ruhe und Übersicht ins Spiel. Erwin mit starkem Blocker. Wir wechseln das halbe Team. Der junge Kevin Adler will es wissen. Und trifft den Kopf des Keepers. Ploci muss nun im eigenen Kasten mehrfach für Ordnung sorgen. Erwin drüber und der beste Spieler des Gegners, Tim Vincent Kotte, haut ihn rein. 14 Buden gelingt der Nummer 10 der Gäste. Erwin auch, wieder die andere 10. Böhm macht zweimal eine falsche Entscheidung und Curd bekommt 2 Minuten. Also man kann eine Gegner aufbauen…muss man aber nicht. Wir machen das. Stefan ist der „Solide“. Sicher von der 7m und überlegt im Abschluss. Dazu krallt sich Erwin, der eine starke Partie bot, den Ball und vollendet den Konter. 16:12 zu Halbzeit. Ja, ich bleibe draußen. Mit Beginn von Hälfte zwei scheinen sich die „Wogen zu glätten“. Erwin macht es vor, Luis und zweimal Böhm (ach ja, in das Tor) lassen die Fans jubeln. Sechs Tore vorn zum 23:15. Das sollte doch…eben nicht. Der OHC ist dann wieder „raus“ (so steht es in meinen Mittschriften) und wir können uns bei Tony mit einem so sauberen technischen Wurf zum 24:18 bedanken, dass der OHC das Spiel nicht vollends aus der Hand gibt. Luis hinterher. Der ist überragend und brandgefährlich. Auch wenn bei ihm nicht alle Aktionen gelingen. Kekker zieht grün. Es geht um den sogenannten „Urschleim“ beim Handball. Was genau machen wir hier? Stefan (mit nur einem Fehlwurf) per Heber und sicher bei den 7m. An Patrick läuft das submaximal vorbei. Einfach unglücklich. Wir müssen SPIELEN, das Spiel ist noch lange nicht durch. Na oder zumindest treffen. Böhm erinnert sich an die Würfe IN die 6m², Hannes vollendet den Konter. 29:21. Das sollte… Eigentlich sagt man ja „Oberlausitzer Granitschädel“, aber den beweist heute der Gästekeeper > er dritte Treffer an den Kopf und wieder 2 Minuten gegen den OHC. Die „Grütze“ breitet sich aus. Wir spielen jetzt 7:6… ohne 7. Zählt da irgendeiner mit? Beim nächsten Mal geht es besser. Hannes trifft und sieht kurze Zeit später rot. 3 Meter sind nicht zwei… Aber der OHC ist auf der Siegergeraden. Adler flieg! Nach drei vergeblichen Anläufen macht der Jungspund aus Berthelsdorf seine erste Bude bei den 1.Männern. Zum 37:25. Da hatte Laurens seine „Quittung zum 30 Kasten schon längst abgeholt“ Warum die 40 mit Kistenbeteiligung der Trainer nicht fallen wollte… Patrick sehe ich jetzt noch grinsen… Ja, Punkt. Zwei Punkte. Die Männer wissen selbst, was zu tun ist. Sauber spielen. Klar agieren. Nächste Woche in Rietschen. Das wird ein ganz anderes Brett. Wir.zusammen.OHCfamilie. Euer Alex

Der OHC mit: Justin Tröger, Lucas Plociennik, Falko Böhmer(3), Stefan Deutschländer(4), Steve Höhne, Tony Ulbrich(4), Erwin Möse(4), Georg Katzer(3), Laurens Marschke(3), Kevin Lukas Adler(1), Luis Kahle(8), Curd Mautsch(3), Hannes Schneider(4), Patrick Michel(2)

Team: Jens Heinze, Torsten Katzer, Jessica Sommerfeld